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Rosenschnitt im Frühjahr - So verjüngst du deine Rosen

Sandra Dall

So königlich wie sie aussehen, so genügsam sind sie in Wahrheit. Die Rede ist von Rosen. Rosen brauchen einen regelmäßigen Schnitt. Dies fördert die Pflanzengesundheit und verlängert die Lebensdauer. Wir verraten dir wie und wann du deine Rosen schneiden solltest, um die volle Blütenpracht genießen zu können.

 

Der Winter- bzw. Frühjahrsschnitt

Neben dem Herbst eignen sich besonders die späten Wintertage oder das zeitige Frühjahr für den Schnitt deiner Rosen. Wenn du da zur Rosenschere greifst, kannst du deine Rosen mit einem Schnitt verjüngen und optimal für ihre nächste Blüte vorbereiten. Aber Vorsicht, denn nicht jede Rosenart eignet sich für einen Schnitt im Frühjahr.

  

Einmalblühende vs. öfterblühende Rosensorten

Rosen solltest du grundsätzlich im Frühjahr schneiden, mit einer Ausnahme: einmalig blühende Rosen. Diese schneidet man am besten im Sommer nach ihrer Blüte, weil diese Sorten am zwei- oder mehrjährigen Holz blühen. Dazu zählen vor allem historische Rosen. Moderne Rosen hingegen gehören zu den öfterblühenden Rosensorten. Diese kannst und solltest du im Frühjahr schneiden, denn das fördert neue Triebe und Blütenfülle.

 

Unser Tipp:

Orientiere dich an den Forsythien. Wenn sie blühen, ist der perfekte Zeitpunkt für den Rückschnitt der Rosen.

 Gartenkorn für Rosensträucher

Der perfekte Schnitt-Zeitpunkt

Wichtig ist, dass du die Rosen schneidest noch bevor sie Knospen ausbilden. So kann sich die Pflanze dann mit dem Austreiben auf die Frühlings- und Sommermonate einstellen. Den richtigen Zeitpunkt erkennst du daran, dass die Rosenaugen anschwellen. Als Rosenaugen bezeichnet man die Stellen, bei denen im Frühjahr neue Triebe ausgebildet werden. Sie verfärben sich rot und die neuen Triebe sind rund einen Zentimeter lang. Hier ist beim Schneiden aber Vorsicht geboten. Lasse genug Abstand zum Rosenauge bevor du den Schnitt setzt. Als Faustregel gilt: Schneide so hoch über dem Rosenauge ab, wie der Stängel an dieser Stelle breit ist.

 

Der Standort entscheidet

Ein weiterer Indikator für den richtigen Schnittzeitpunkt ist der Standort deiner Rosen. Befinden sich deine Rosen im Flachland oder einem Weinbaugebiet, so gilt in etwa Mitte bis Ende März als der geeignete Zeitraum. Ist das Zuhause deiner Rosen in Höhenlage oder einer alpinen Region solltest du erst zwischen Anfang und Mitte April schneiden.

 

Rückschnitt - so wird’s gemacht

Das Geheimrezept für eine volle Blütenpracht lautet: Rosen auslichten. Schaue zuerst nach erfrorenen oder kranken Trieben. Diese kannst du komplett entfernen. Schneide sie bis zur Basis bzw. ins gesunde Holz zurück. Das erkennst du an einem grünlich-weiß aussehendem Stängel, der keine braunen Stellen mehr zeigt. Entferne auch alle dünnen und schwachen Triebe. Sie können ohnehin die prächtigen Rosenblütenblätter nicht tragen. Achte darauf, auch die Triebstummel zu entfernen, denn diese bieten Angriffsfläche für Pilze. Verwende unbedingt eine saubere Gartenschere.

 

Du bist auf den Geschmack gekommen und willst auch prachtvolle Rosen im Garten haben? Dann pass gut auf!

 

Pflanzung im Frühjahr

Neue Rosen kannst du hervorragend im Frühjahr pflanzen. Sie benötigen aber einen nährstoffreichen Boden. Gartenkorn eignet sich hierbei bestens als Bodenaktivator, um die perfekten Bedingungen zu schaffen und den Gartenboden für die Pflanzung der Rosen vorzubereiten. Achte auch darauf, die Rosen unmittelbar vor der Pflanzung für rund zwei Stunden in einen Eimer mit lauwarmen Wasser zu stellen. So können sie sich die Wurzeln gut mit Wasser vollsaugen.

 

Dünger für deine Rosen

Rosen sind im Grunde sehr genügsame Pflanzen. Trotzdem solltest du sie ausreichend mit Nährstoffen versorgen. Dünge deine Rosen mindestens ein- bis zweimal pro Jahr. Bei der Neusetzung kannst du gleich einen Kaffeelöffel Gartenkorn als Dünger mit in das Pflanzloch geben. Bereits vorhandene Rosen düngst du bestenfalls, wenn die Rosen im Frühling neu austreiben, denn dann haben sie einen besonders großen Nährstoffbedarf. Verwende hierzu 1 bis 2 Handvoll Gartenkorn je Laufmeter und arbeite es leicht in die Erde ein. Bei Topfpflanzen verwendest du pro 1 Liter Erde maximal 1 Esslöffel Gartenkorn. Die zweite Düngung sollte dann ungefähr im Mai nach dem Abschluss der ersten Wachstumsphase gemacht werden.

 

Das richtige Gießen

Gib deinen Rosen viel Wasser, aber nicht zu oft! Halte dich am besten an die Faustregel: Einmal pro Woche eine Gießkanne voll Wasser. Die Rosen und ihre Wurzeln mögen es, wenn der Boden etwas feucht, aber nicht ständig voller Wasser ist. Zum Gießen verwendest du am besten eine Gießkanne mit einem Brauseaufsatz, dieser verteilt das Wasser wie ein Duschkopf. Deine Rosen gießt du besser früh morgens, so können die Blätter noch vor dem kühlen Abendwind gut trocknen.

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